Samstag, 10. Januar 2015

Übersetzung des Interviews in der Sendung „Haltestelle Iberoamerika“ über „Hoffnung auf größeres Wohlbehagen“




Präsentation von Ana María Rodríguez:
Wir werden gleich Natalia Lévano Casas willkommen heißen.
Aber zuerst gehen wir ins Nationaltheater Mannheim. 


Ana María Rodríguez:
Das war die Stimme von Natalia Lévano Casas in einer ihrer Rollen, in einem Stück des Nationaltheaters Mannheim: Hoffnung auf größeres Wohlbehagen.
Das Ganze fand in einem aus meiner Sicht großartigen Rahmen statt – namentlich dem Projekt der Mannheimer Bürgerbühne. Um mit uns über die Bürgerbühne und besonders über dieses Projekt „Hoffnung auf größeres Wohlbehagen“ zu sprechen, ist Natalia Lévano Casas bei uns. Sie kommt aus Lateinamerika, aus Lima, Peru. Sie arbeitet an der Universität Mannheim im Studium Generale und im Sprachlabor der Universität Heidelberg.

Ana María Rodríguez: Willkommen, Natalia! Guten Morgen!

Natalia Lévano : Guten Morgen! Danke für die Einladung!

Ana María Rodríguez:
Sehr, sehr gern! Es war eine Freude, bei einer deiner Vorstellungen anwesend zu sein und zu merken, dass die Multikulturalität in ihrem ganzen Facettenreichtum in Deutschland anwesend ist.
Wenn wir genau von dieser heterogenen und multikulturellen Gesellschaft sprechen und den größten Nutzen ziehen wollen aus diesem künstlerischen Ausdruck von nicht-professionellen Schauspielern, was mir das Interessanteste an diesem Projekt der Mannheimer Bürgerbühne als einem Theater von Bürgern erscheint, zwei erste Fragen:
Wie kamst du auf die Idee, bei diesem Projekt der Bürgerbühne mitzumachen? Wie hast du davon erfahren?

Natalia Lévano Casas:
Nun, zuerst möchte ich sagen, dass die Idee der Bürgerbühne ursprünglich in Dresden geboren wurde und dass die Mannheimer Bürgerbühne seit zwei Jahren existiert. Ich sah auf Facebook eine Anzeige, in der stand, dass das Theater Mannheim, die Mannheimer Bürgerbühne, für ein Theaterprojekt Leute aus verschiedenen Ländern suche, oder, wie es immer heißt, mit „Migrationshintergrund“. Und so habe ich mich kurz entschlossen vorgestellt.
Weder ich noch meine Mitspieler wussten, dass wir ausgewählt werden würden. Wir wussten, und wissen auch bis heute nicht, welche Kriterien der Regisseur Dominic Friedel und die Dramaturgin des Theaters Stefanie Bub für die Auswahl hatten. Alles ging sehr schnell, aber es hat uns sehr gefreut dabei zu sein.

Ana María Rodríguez:
Um was geht es in „Hoffnung auf größeres Wohlbehagen“? Welche Rolle hast du in diesem Theaterstück?

Mmm... es ist ein bisschen schwer zu erklären, um was in dem Stück geht. Hoffnung auf größeres Wohlbehagen ist kein fertiges, bereits geschriebenes und veröffentlichtes Theaterstück mit einem ersten Akt, zweiten Akt, etc., oder mit einem Epilog oder mit einer Beschreibung des Autors für die Bühnendekoration. Gar nichts davon findet man hier. Hoffnung auf größeres Wohlbehagen entsteht aus Briefen des 19. Jahrhunderts, Briefe von Deutschen, die in die USA ausgewandert sind, auf der Suche nach einer besseren Zukunft und Glück. Das ist sehr interessant, weil es gerade in der Pfalz, in dieser Gegend, es sehr viele Migrationsströme gab. Diese Migrationsbewegungen fanden damals natürlich mit dem Schiff statt – ein Abenteuer und eine Gefahr, die wochenlang andauerten.
Deswegen beginnt unser Stück mit einer chorischen Einladung, an Bord zu gehen und diese Gegend zu verlassen. In dem Stück gibt es historische Lieder und bereits existierende Melodien, aber auch eigene Lieder, die von uns gespielt und gesungen werden. Das heißt, wir stellen Leute, die ausgewandert sind, dar, aber auch uns selbst, die wir eingewandert sind. In „Hoffnung auf größeres Wohlbehagen“ spielen auch Leute, die hier geboren sind, mit. Sie erzählen dabei auch ihre eigenen (Familien-)Geschichten.
Ich habe mehrere Rollen. Im Stück bin ich zum Beispiel diejenige, die das Ankommen im neuen Land entdeckt, die eigentlich ich selbst sein könnte, als ich zum Beispiel nach Moldawien und in die Ukraine zog, mein Erstaunen über die neue Kultur, über die “neue Welt”. In dem Auszug aus dem Trailer bei Youtube, bin ich diejenige, welche die Leute in dem neuen Land beschreibt, ich beschreibe als Deutsche die US-Amerikaner, aber genau in diesem Moment denke ich als Peruanerin an die Deutschen.

Ana María Rodríguez:
Diese doppelte Möglichkeit der Interpretation, der Sichtweise auf jede der Figuren ist interessant. Genau wie du sagst, du stellst eine deutsche Frau in den USA dar, aber du stellst auch dich selbst dar. Du sagst es als Schauspielerin, ich sage es aus der Sicht einer Zuschauerin.

Natalia Lévano Casas: Dieses Kommen und Gehen ist sehr interessant in dem Stück. Auch wenn es ein wenig statisch wirken mag, gibt es eine ständige Bewegung.  Das hat der Regisseur mit jedem von uns erreicht.

Ana María Rodríguez: Was ist das für eine Erfahrung, mit einer multikulturellen Gruppe zu arbeiten, unter der Leitung eines ausgezeichneten Regisseurs und mit einem so professionellen Team zu arbeiten? Wie fand diese Integration der Gruppe statt?

Na ja, wir sind eine multikulturelle Gruppe, ja, wir kommen aus verschiedenen Länder, aus Venezuela, aus der Slowakei, aus Bosnien, aus verschiedenen Länder… Aber für mich waren nicht die verschiedenen Länder, sondern mehr als alles andere die unterschiedlichen Erfahrungen, die jeder und jede von uns erlebt hat, das Entscheidende. Das Wichtigste ist, dass der Regisseur (dennoch) Ähnlichkeiten, Parallelen in diesem Prozess gefunden hat.
Für mich persönlich war das Wichtigste, es mit erstklassigen Professionellen zu tun zu haben, die uns zur Seite standen und uns angeleitet haben. Wir sind ja keine Profi-Schauspieler.
Aber zurück zur Idee der multikulturellen Gruppe: Der Begriff gefällt mir, weil ich in dieser Zeit (der Proben), 8 intensive Wochen, mehr Deutsch gesprochen habe als  in all den anderen  Jahren in Deutschland. Im Team des Theaters waren deutsche Frauen und ein deutscher Mann,  Dominic Friedel, der Regisseur, die Kostümverantwortliche kam aus den USA.

Serdal Yedigöl und Cafer Yilmaz
(Screenshot der Website des Nationaltheaters Mannheim)

Ana María Rodríguez: Es ist interessant die Nuancen in jeder Figur/Persönlichkeit wahrzunehmen, die die Rollen mit dem Akzent aus ihren Herkunftsländer spielen, das ist sehr schön, sehr farbenreich. Abgesehen von der Präsenz, die jeder von Euch auf der Bühne entfaltet. Ihr bildet dabei eine wunderbare Gruppe. Ich zumindest war sehr positiv überrascht.

Ana María Rodríguez: Wie verlief dieser Entwicklungsprozess des Stücks? Du hast uns am Anfang erzählt, dass das Stück kein Stück mit Anfang und Ende gewesen ist, sondern ein Stück, das sich auf Briefen von Deutschen, die ein neues Leben suchten, inspiriert ist. Wie hat der Regisseur die Szenen der Endversion geschaffen? Ich vermute, dass dahinter eine Riesenarbeit steckt. Wie war dieser ganze Vorbereitunsprozess?

Ich habe den Regisseur nicht an meiner Seite … (Ihn müsste man fragen). Ich habe nicht den gesamten Arbeitsprozess beobachten können, aber ich kann dir etwas darüber erzählen, was ich von der Arbeit des Regisseurs, der Dramaturgin und des gesamten Teams gesehen habe. Das erste Mal gab es ein Interview von 20 Minuten in einer 5er-Gruppe. Danach gab es einzelne Interviews, Dialoge, etc. Mir kam sogar einmal der Gedanke bei einer der Befragungen, dass sie von der  Ausländerbehörde seien. Wirklich! Nein, ich werde hier nichts sagen. Hahaha...Manche kamen quasi schon mit ihrer Geschichte unterm Arm an. Sie wollten ihre Geschichten erzählen, ihre gelebten Erfahrungen, ihre Liebesgeschichten, die Suche nach Arbeit, etc. Im Stück gibt es von allem etwas... Sie haben schon zu Anfang ihre Geschichten erzählt und das Team des Theaters beeindruckt. Bei mir hat es ein bisschen gedauert, bis ich meine Geschichte erzählt habe…
Was mir sehr gut gefallen hat, waren zum Beispiel die telefonischen Anrufe, wo man uns nach unserer Größe und Gewicht fragte, um die Kostüme frühzeitig  herstellen zu können. Als ich anfangs in den Probenraum kam, sah ich Fotos von Deutschen aus dem 19. Jahrhundert. Ich erinnere mich daran, dass ich der Bühnenbildnerin Linda Johnke sagte, dass eine der Frauen auf den Fotos sehr beeindruckend war, besonders durch die Kraft ihres Blickes. Und sie sagte zu mir: “Genau, so an solch ein Kleid habe ich für dich gedacht.” Ich aber sah die Augen der jungen Frau, nicht das Kleid. Ich sah bei ihr die Energie, etwas ohne Furcht anzufangen, als ob sie  sagen würde: „Na los! Was kommt jetzt?“
Es war sehr viel Arbeit, zum Beispiel wurden die Briefe aus dem XIX Jahrhundert gekürzt, manchmal wurden sie zu einem verschmolzen. Dann waren sie  schon fertig ausgearbeitet, aber wurden sie wieder verworfen. „Und weg damit!“ Es war Wahnsinn, das mitzuerleben.
Ich kann dir zum Beispiel über etwas erzählen, was ich meinerseits machen “musste”. Ich schlug ein Lied vor, das mein Großonkel Pablo Casas Padilla geschrieben hat. Obwohl ich  damals noch ein sehr kleines Mädchen war, erinnere ich mich so gut an ihn! Ich sang das Lied, dem Regisseur gefiel es gut, aber er nahm es heraus, weil es nicht in das Gesamtgefüge passte.
 Das gehört eben zu einem komplizierten kreativen Prozess dazu, nicht wahr?
Man kann das so beschreiben wie beim Malen eines Bildes. Du entscheidest dich (vielleicht) für eine andere Farbe,  und die vorherige erste Farbe sieht man am Ende gar nicht mehr, und man sieht ein anderes Bild, andere Farben.

Ana María Rodríguez:
Habt ihr bei dieser Übung des Rausnehmens und Vorbereitens neuer Szenen als nicht-professionelle Schauspieler auch neues an Euch selbst entdeckt?

Jaaa!, sehr viele Sachen. Es war manchmal eine Art Therapie. Ausser des Deutschkurses (Konversationskurs). Ja, es war eine Art Therapie. Die Schüchternheit zu verlieren. Ich bin eigentlich ein sehr schüchterner Mensch, und der  Regisseur hat mich immer wieder ermutigt, zum Beispiel indem er sagte: "Versteck dich nicht."

Ana María Rodríguez: Was  ist dein nächstes Theaterprojekt? An welchem neuen Stück wirst du teilnehmen?

Ich habe vor weiter Theater zu spielen. Ich weiß nicht, wo und wie, weil man leider nur einmal bei der Bürgerbühne mitmachen kann.
Ich schreibe gerade einen Text für eine Inszenierung.

 Aber das wichtigste ist, bevor ich es vergesse: das zweite Bürgerbühnenfestival, das von 20.bis zum 27. März stattfindet. Das Nationaltheater Mannheim wird Gastgeber sein. Das erste Bürgerbühnenfestival fand 2014 in Dresden statt. Im März kommen Gruppen  nach Mannheim mit Inszenierungen professionellen partizipatorischen Theaters aus Deutschland und Europa. „Hoffnung auf größeres Wohlbehagen“ wird auch dabei sein. Es werden Theatergruppen aus Berlin, Karlsruhe, Dänemark, Dresden ( Initiator der Bürgerbühne), etc. vertreten sein.

Ana María Rodríguez: Wann und wo können wir „Hoffnung auf größeres Wohlbehagen“ sehen? Wie viel kosten die Eintrittskarten? Unter welchem Link können wir mehr Informationen finden?

Ana María Rodríguez : Gut, und zum Schluss, irgendeine Überlegung über das Stück? 

Ich trete im Stück auch einmal als Mann auf, eine Rolle, die erst wenige Tage vor der Premiere entwickelt wurde. Ich will nicht viel darüber verraten, aber was mir gefällt, ist, dass es tatsächlich  sehr aktuell ist. Weil es um einen Mann geht, der tötet, der Macht hat, oder besser gesagt, das Gewehr zur Hand nimmt, um Alles zu töten oder von allem Besitz zu nehmen, so ungefähr ist er. Zum Beispiel, es gibt einen Satz, der so lautet: ““Es hat noch viele indianische Heiden in diesem Land. Es ist aber ein faules Zigeunervolk. “ Der ähnelt sehr dem Satz einer ehemaligen mexikanischen Abgeordneten, Marilí Olguín vor einigen  Tagen, als sie den Fall der verschwundenen Studenten in Iguala erwähnte: „Tötet sie, damit sie sich nicht vermehren.“ Dieser Gedanke ist immer noch gegenwärtig in vielen Köpfen.
Und weil du das Wort „Überlegung“ gesagt hast und das Stück, in dem ich spiele, das Wort „Hoffnung“ in sich trägt: Hoffnung auf größeres Wohlbehagen, möchte ich meine Gedanken den 43 verschwundenen Studenten und den getöteten Studenten von Ayotzinapa widmen. Die sind am 26.September, am Tag unserer Premiere, verschwunden.

Ana María Rodríguez

Rührende Worte, und wir teilen mit dir diesen Gedanken. Natalia, wir bedanken uns sehr, dass du heute bei uns warst. Und jetzt laden wir dich ein, ein Lied vorzustellen, das Lied, das du gesungen hättest, das aber nicht im Stück war. Es geht außerdem um eine sehr schöne Geschichte. Das Lied hat ein besonderer Mensch deiner Familie komponiert.

Natalia Lévano Casas
Er war mein Pate und auch mein Großonkel. Das Lied heißt „Anita“, ist ein peruanischer Walzer, und weil es in unserem Stück schon ein Liebeslied auf Türkisch gibt, ein sehr schönes Lied, musste „Anita“ wegfallen.
Ich erinnere mich nicht daran, ob ich meinen Onkel „Anita“ singen gehört habe oder ein anderes Lied, aber weil es in unserem Stück auch um die Erinnerung und um das Gehen und Zurückkehren  geht, habe ich das Lied vorgeschlagen.

Ana María Rodríguez: Danke Natalia!

Natalia Lévano Casas: Ich bin diejenige, die ich mich bei Euch bedanke. Wir sehen uns im Studio!

Auf diesem Link gibt es zwei Lieder von meinem Onkel Pablo Casas Padilla, das erste Lied ist „Anita“.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Infeliz Navidad

Veo a todos correr por las calles, yendo por las últimas compras, o los veo tranquilos reunidos en una mesa con la corona de adviento y sus cuatro encendidas velas, encendido está mi corazón pensando en las familias de los estudiantes desaparecidos de Ayotzinapa, en Iguala.
El segundo día de Navidad se cumplen ya tres meses de la desaparición de los 42 estudiantes normalistas  y la muerte de tres de ellos. 
Les dejo el mensaje navideño de los padres de los estudiantes normalistas. ¡No los olvidemos!

Dienstag, 16. Dezember 2014

Mercedes Sosa canta "A mi hermano Miguel" de César Vallejo



 A MI HERMANO MIGUEL
In memoriam
Hermano, hoy estoy en el poyo de la casa.
Donde nos haces una falta sin fondo.
Me acuerdo que jugábamos esta hora, y que mamá
nos acariciaba: »Pero, hijos...«
Ahora yo me escondo,
como antes, todas estas oraciones
vespertinas, y espero que tú no des conmigo.
Por la sala, el zaguán, los corredores.
Después, te ocultas tú, y yo no doy contigo.
Me acuerdo que nos hacíamos llorar,
hermano, en aquel juego.
Miguel, tú te escondiste
una noche de agosto, al alborear;
pero, en vez de ocultarte riendo, estabas triste.
Y tu gemelo corazón de esas tardes
extintas se ha aburrido de no encontrarte. Y ya
cae sombra en el alma.
Oye, hermano, no tardes
en salir. ¿Bueno? Puede inquietarse mamá.

Dienstag, 2. Dezember 2014

The Missing 43: Mexico's Disappeared Students



Uno de los estudiantes en el vídeo: „El estado siempre ha visto a Ayotzinapa  como un foco rojo, no solamente en Guerrero , sino en toda la nación ,porque aquí ,  los que estudiamos aquí, se nos da la facilidad de ponernos al tú por tú con quien sea, de responderle a quien sea, de mirar a los ojos a quien sea, de saber defendernos.“

Sonntag, 30. November 2014

Transcripción de la entrevista en Haltestelle Iberoamerika sobre Hoffnung auf größeres Wohlbehagen



Presentación de Ana María Rodríguez: Vamos a darle la cordial bienvenida a Natalia Lévano. Pero antes, nos vamos a ir al Teatro Nacional de Mannheim.

Ana María Rodríguez: Esa es la voz de Natalia Lévano Casas, interpretando uno de sus papeles, en una obra que presenta el Teatro Nacional de Mannheim: Hoffnung auf größeres Wohlbehagen. En el marco de algo que a mí me pareció sensacional, y es el Mannheimer Bürgerbühne , y para hablar  sobre el Mannheimer Bürgerbühne y más exactamente sobre este proyecto: Hoffnung auf größeres Wohlbehagen, tenemos aquí a Natalia Lévano Casas, que es latinoamericana, peruana, nacida en Lima, y trabaja en Studium Generale de la Universidad de Mannheim y en el Sprachlabor de la Universidad de Heidelberg. 

Ana María Rodríguez: ¡Bienvenida Natalia! Muy buenos días.

Natalia Lévano : ¡Buenos días! Gracias por la invitación.

Ana María Rodríguez: Con muchísimo gusto. La verdad es que fue un placer enorme estar presente en una de tus presentaciones, y darnos cuenta que la multiculturalidad está presente en Alemania en todo su esplendor. Precisamente  hablando sobre esta sociedad heterogénea y multicultural, y sacarle provecho a esa expresión artística desarrollada por actores no profesionales que es lo más interesante de este proyecto de la Mannheimer Bürgerbühne (Teatro de los Ciudadanos).

Ana María Rodríguez: ¿Cómo nació la idea de unirse al proyecto de Bürgerbühne/teatro de los ciudadanos?  ¿Cómo te enteraste de esta iniciativa?
Bueno, primero creo que el Teatro de Ciudadanos nace en Dresde, y el teatro de Mannheim de la Bürgerbühne hace dos años. Vi un aviso en facebook que decía que necesitaban a gente para participar en un proyecto de teatro con gente de otros países, o como se dice con “Migrationshintergrund”. Y bueno, ni corta ni perezosa decidí presentarme, no sabía, ni yo, ni ninguno de mis compañeros que íbamos a ser seleccionados.  Tampoco sabíamos, ni sabemos cuáles fueron los criterios del director Dominic Friedel y la dramaturga del teatro Stefanie Bub, fue muy rápido, pero  eso nos alegró muchísimo.

Ana María Rodríguez: ¿Cuál es la historia que narra Hoffnung auf größeres Wohlbehagen?  ¿Qué papel interpretas en esta pieza de teatro?
Mmm...Es un poco difícil ...Hoffnung auf größeres Wohlbehagen no es una obra ya escrita y publicada , con un primer acto, segundo acto, etc., epílogo y con escenografía descrita por el autor, nada de eso, sino que sale en realidad de cartas  existentes del siglo XIX , cartas de alemanes que emigraron a los Estados Unidos en busca de un mejor destino, de fortuna. Claro, es interesante  porque sobre todo en la zona del Palatinado hubo muchos flujos migratorios. Los flujos migratorios y todo eso se realizaban claro, en barco, aventura y peligro de semanas. Por eso nuestra puesta comienza con una invitación coral para embarcarse y abandonar estos sitios. En la pieza hay canciones históricas y melodías ya existentes, pero  también canciones propias, tocadas, cantadas y contadas por nosotros mismos. Es decir que representamos tanto a los que se fueron y a los que vinieron. También participan los nacidos aquí, contando sus historias.
Mis papeles son varios, para no perder el hilo, la que por ejemplo descubre la llegada al nuevo país, que podría ser yo misma cuando me fui por primera vez a Moldavia o a Ucrania para el asombro de toda una nueva cultura y nuevo mundo. Después lo que has puesto antes, por ejemplo, en youtube,  soy la que describe a la gente en el nuevo país, describo como alemana a los estadounidenses , pero más bien en ese momento pienso como peruana en los alemanes. 

Ana María Rodríguez: Es interesante para aquellos que la hayan visto y para aquellos que tengan curiosidad de verla, esa doble posibilidad de interpretación de cada uno de los personajes, porque así como estás interpretando en ese momento a una alemana que está llegando a Estados Unidos, así también estás representándote a ti misma . Lo digo como espectadora, tú lo dices como actriz yo lo digo como espectadora.

Natalia Lévano Casas: Ese ir y venir, eso  es interesante en la obra, a pesar de que pareciera muy estático, pero hay movimiento permanente. Eso es lo que ha conseguido el director con cada uno de nosotros.


Ana María Rodríguez: ¿Cómo ha sido esa experiencia de trabajar en un grupo multicultural y con la batuta de un director tan consagrado y con un equipo de gente tan profesional?¿Cómo ha sido la integración de este grupo?
Lo de grupo multicultural, además, sí somos de varios países, de Venezuela, de Eslovaquia , de Bosnia, de diferentes países, pero más que nada para mí, no fueron solamente la diferencia de países, sino las diferentes experiencias vividas por cada uno de nosotros. Lo importante es que el director ha encontrado semejanzas en ese proceso. Personalmente para mí , lo más importante fue el haber tenido a  profesionales de primera, tenerlos  a nuestro lado guiándonos, no somos actores profesionales, eso fue desde un principio. Pero volviendo a la idea de grupo multicultural, me gusta porque durante este tiempo, ocho semanas intensas, es donde más he hablado alemán en todos estos años en Alemania. El equipo del teatro tenía alemanas, salvo un hombre, Dominic, el director, alemán, y  la encargada del vestuario, de los EE.UU.

Ana María Rodríguez: Lo interesante es ver los matices de cada uno de los personajes que interpretan sus papeles con su acento, de su procedencia, eso es bien bonito , bien colorido. Aparte de la presencia que tiene cada uno en el escenario. Formando un equipo absolutamente maravilloso. Yo por lo menos quedé muy gratamente sorprendida.

Ana María Rodríguez: ¿Cómo fue ese proceso de llegar, tú nos contabas al principio que esta no es una obra escrita con inicio y fin, sino que es una obra inspirada en cartas que fueron enviadas por personajes que se fueron a  buscar una nueva vida , cómo hizo el director para generar las escenas que quedaron definitivas? Es decir, yo supongo que hay un trabajo por detrás gigantesco. ¿Cómo fue todo ese proceso de preparación?
No tengo al director a mi lado (risas mías)   , bueno , lo que yo he visto,  no he visto el trabajo todo el momento, del director, de la dramaturga, del equipo todo. La primera vez entrevista de 20 min con grupos de cinco. Con entrevistas personales, diálogos, etc. Incluso una vez llegué a pensar en una de las entrevistas de que se trataba de la Oficina de Extranjería. ¡De verdad! No, yo no voy a decir nada. Algunos ya venían con la historia bajo el brazo, querían contar su historia, su experiencia vivida, sus historias de amor , de falta de trabajo, etc., hay de todo en la obra.. Contaron desde un principio historias que impresionaron al equipo del teatro. Yo no conté tan rápido mi historia.
 Lo que me gustó mucho fueron por ejemplo las llamadas por teléfono, preguntando cuánto mido, cuánto peso para ir ya preparando la ropa. Al principio llegar al lugar de los ensayos y ver fotos de los alemanes del siglo XIX en los Estados Unidos, recuerdo que le dije a la escenógrafa y encargada del vestuario Linda Johnke, que una de las mujeres de la foto era impresionante por la fuerza en la mirada, y ella me dijo : “Justo un vestido así estoy pensando para ti”. Yo estaba viendo los ojos de esa joven mujer y no el vestido. (se le veía la energía de comenzar algo sin miedo, como diciendo ¡vamos! ¿qué viene ahora?).
Eso fue mucho, sacaron por ejemplo, abreviaron cartas o juntaron cartas, o las historias también las abreviaron, las tenían ya, a veces las sacaban. Va, ¡fuera! Era loquísimo eso.
Por ejemplo, personalmente yo tuve que cantar. Canté una canción de mi tío Pablo Casas que recuerdo cuando era pequeña, canción que gustó al director pero la sacó porque no iba con el conjunto. Es todo parte de un proceso creativo y difícil , ¿no? Se puede describir como cuando uno pinta un cuadro y te decides por otro color, el primer color ya no se ve, y se ve otra imagen y otros colores.

Ana María Rodríguez: En ese ejercicio de quitar y poner escenas. Ustedes mismos como actores, digamos, no profesionales, descubrieron ustedes cosas de ustedes mismos.
Ufff, muchísimas. Es como si fuera un..., incluso a veces parecía, no sé, una terapia. Aparte del curso de alemán, la clase de conversación. Sí, era una terapia. Perder la timidez, yo soy en realidad una persona bastante tímida. Escuchar al director decir “no te escondas”. Eso era fascinante. Mmmm...me descubrió. Eso fue interesante.

Ana María Rodríguez: ¿Cuál es tu próximo proyecto teatral?  ¿En qué obra nueva vas a participar?
El próximo proyecto teatral es seguir haciendo teatro. No sé dónde ni cómo, porque lo de la Bürgerbühne solo te da la posibilidad de actuar una vez. Tengo un proyecto en mente que si resulta te lo mencionaré más adelante. Estoy escribiendo un texto.
Pero, lo principal, antes de que me olvide, el próximo reto que es el Festival de Teatro Ciudadano que tendrá lugar en marzo de 2015, del 20 al 27 de marzo en Mannheim. El Teatro Nacional de Mannheim será esta vez el teatro anfitrión. El primer Festival de Teatro Ciudadano  se realizó en Dresde en mayo de este año, con mucho éxito. En marzo habrá doce puestas de diferentes grupos. De Mannheim estaremos nosotros con Hoffnung auf größeres Wohlbehagen, vendrán grupos de Berlín, de Karlsruhe (Badisches Staatstheater Karlsruhe), Dresde, claro como iniciador de este tipo de teatro, de Dinamarca, etc.

Ana María Rodríguez: ¿Cuándo y en dónde podemos disfrutar de la obra?  ¿Cuánto cuestan las entradas?¿ Cuál es el enlace para obtener más información al respecto?
Las próximas fechas de nuestras presentaciones son hoy , el viernes cinco de diciembre, y el día martes 30 de diciembre. Para hoy hay muchos sitios así que vengan a vernos. Las funciones siempre son a las ocho de la noche. El día 30 es un día ideal para despedir el año 2014 con la esperanza de un mejor 2015. Todas las presentaciones se realizan en Studio, así se llama el local, está al lado del Teatro Nacional de Mannheim. Desde la estación de trenes es muy fácil llegar con el tranvía 5, o a pie.
Las entradas para estudiantes cuestan 9 euros , para el público en general 15 euros. Hay también rebajas a partir de grupos de diez.
Más información en la página del Teatro Nacional de Mannheim:


Ana María Rodríguez : Muy bien, así que para aquellos que estén interesados en ver a Natalia Lévano Casas sobre el escenario interpretando sus múltiples papeles.

Natalia: ¡De hombre!¿no?, también.

Ana María Rodríguez: Con un cigarro en la mano, y fumando.
 
Ana María Rodríguez : Bueno, y finalmente, pues no sé, ¿alguna reflexión que quisieras acernos al respecto ,con nosotros para finalizar?
Yo hago el papel de hombre, no quiero hablar mucho de eso, de mi papel de hombre, lo que me gusta, fue un papel de último minuto, y es tan actual, porque es un hombre que mata, que tiene todo a la mano, mejor dicho la escopeta a la mano para acabar con todo y apropiarse de todo más o menos, por ejemplo una frase que digo: “Es hat noch viele indianische Heyden in diesem Land. Es ist aber ein faules Zigeunervolk. “ , se parece tanto a una como la frase que dijo la exdiputada mexicana Marilí Olguín hace unos días,  refiriéndose al caso de Iguala “Mátenlos para que no se reproduzcan “. Ese ir y venir, desgraciadamente, tan presente.
Ya que mencionas la palabra reflexión y la pieza en la cual actúo tiene la palabra esperanza en sí: Hoffnung auf größeres Wohlbehagen (Esperanza por un bienestar mejor), quiero dedicar mi pensamiento a los 43 estudiantes desaparecidos y a los estudiantes asesinados en Ayotzinapa, ellos desaparecieron el 26 de septiembre, y el estreno de nuestra pieza teatral también fue el 26 de septiembre.

Ana María Rodríguez: Muy conmovedora esas palabras tuyas, y nos unimos a esas palabras tuyas también. 
Natalia, te agradecemos muchísimo el que hayas estado con nosotros en este programa. Y te invitamos a que presentes unacanción que ibas a cantar , pero que no estuvo en el repertorio.Aparte es una historia muy bonita. Es una canción compuesta por una persona muy especial de tu familia.

Natalia Lévano Casas: Era mi padrino y tío abuelo. Bueno, la canción se llama Anita, es un vals,  y como en nuestra historia Hoffnung hay una canción de amor en turco, que es fabulosa, entonces ésta podría haber ido, pero no fue. No recuerdo si era Anita la canción que cantaba, y como la pieza nuestra es también recuerdo , el volver , el ir, entonces por eso la propuse.

Ana María Rodríguez: ¡Gracias Natalia!

Natalia Lévano Casas: Yo soy quien les da las gracias. ¡Nos vemos en Studio!
En este enlace hay dos canciones de mi tío abuelo Pablo Casas Padilla, la primera es Anita.
Mehr über die Bürgerbühne und unseres Stück:
Mission Statement Mannheimer Bürgerbühne

Die Mannheimer Bürgerbühne (MBB) als sparten- und generationsübergreifendes Angebot am NTM versteht sich als Wegweiser für das Stadttheater der Zukunft in einer heterogenen und multikulturellen Gesellschaft und verfolgt das Ziel, innovative künstlerische Ausdrucksformen mit nicht-professionellen Darstellern zu entwickeln. Die MBB lädt alle Menschen ein, unter professionellen Bedingungen, gemeinsam mit Künstlern und Mitarbeitern des NTM, Theater in unterschiedlichen Formaten zu entwickeln und zu erleben.

Die Alltagsexpertise des Bürgers findet in den unterschiedlichen Formaten Relevanz. Über seine Erfahrung an der MBB stärkt der Bürger seine Bindung an das und seine Identifikation mit dem NTM.

Y más sobre Hoffnung auf größeres Wohlbehagen: 

Dienstag, 25. November 2014

Entrevista realizada por Ana María Rodríguez sobre la puesta en escena de Hoffnung auf größeres Wohlbehagen


Si quieren ir a vernos, sé que no se arrepentirán. Por lo menos mis estudiantes y colegas que asistieron a nuestra puesta el último domingo, no se arrepintieron. Más información sobre Hoffnung auf größeres Wohlbehagen aquí:


 El programa Haltestelle Iberoamerika se transmite los domingos a las doce del mediodía. Aquí el enlace para no perderse el programa.

http://querfunk.de/

El texto de la entrevista lo encuentran aquí (Hier findet Ihr den Text zu Interview):

http://burundangadelcastellano.blogspot.de/2014/11/entrevista-en-haltestelle-iberoamerika.html

Sonntag, 16. November 2014

Sueño de una mañana de otoño

Soñé que compraba la entrada para ver Hoffnung auf größeres Wohlbehagen, ya que no iba a actuar. En la caja, una señora que normalmente no está en la caja del teatro (la regidora), me preguntó si ya me había salido del proyecto. Yo puse la voz ronca y dije que estaba enferma ( me encantó mentir). En mi sueño, además, caminaba con unos amigos y con ropa de este siglo, enseñándoles el teatro (más lindo y grande que nunca), hasta que el director me vio y me miró asombrado, un poco serio. Yo seguí caminando , y con el dedo pulgar hacia arriba,  sonriente le hice entender que todo iba a salir bien. Tan campante y fresca iba yo. Me he reído al despertarme.
 Hoffnung auf größeres Wohlbehagen. Artículo del periódico Die Rheinpfalz.

Pues si no actúo porque estoy enferma ;-), me pueden ver en el video:
 Si viven cerca de Mannheim, pueden vernos el 18 y 23 de noviembre, por ejemplo: